Erfahrungen

March 2nd, 2010

Im letzten Oktober haben wir offiziell die “Deutschjungschar” übernommen. Ein Bibelklub für ungarische Kinder mit deutschen Elementen drin. Diesen “Klub”, wie er hier nur heisst, gab es schon einige Jahre vorher, aber die Struktur war etwas chaotisch.

Also war unser hochmotiviertes neues Deutschteam genau richtig: wir entwarfen einen Programmplan mit einem Thema, das sich über 5 Wochen erstreckte. Wir fingen an über die Schöpfung zu reden und bauten passend zu der Bibelstelle unseren Deutschteil auf. Unser Chef war begeistert. Mitten in der nächsten Themenreihe, Josef, merkten wir: wir scheitern. Gut gemeint und schlecht gemacht…?

Letzten Freitag hatten wir einen ganz relaxten Klub. Kein Programm, nur lockeres Spielen und Abhängen mit den Kindern. Und die Frage an sie: Warum kommt ihr eigentlich? Und plötzlich war die Atmosphäre total ander: wir kamen ins Gespräch und der Druck war weg - von den Kindern und von uns, das Program durchziehen zu müssen. Und plötzlich standen die Kinder im Mittelpunkt - nicht das Programm.

Ist das nicht ein peinlicher Fehler nach 4 Jahren Bibelschule? Vielleicht. Aber auf jeden Fall war es eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht so schnell vergessen will. Und wir sind gespanntn, wie’s weitergeht im Klub.

aaaahhh…meisen

February 23rd, 2010

Die Sonne scheint zwischen den Wolken durch, der Schnee liegt nur noch an wenigen Stellen in kleinen Häufchen, die Winterjacke war mir heute auf meinem Weg zum Dorfladen fast schon zu warm - Der Frühling kommt!

Das freut uns riesig - aber mal ganz ehrlich, Gott, musste diese Erfindung mit den Ameisen und Käfern wirklich sein? Immer öfter verirrt sich ein fliegender Käfer in unser Wohnzimmer und wenn man nur lange genug auf unseren Fußboden schaut, entdeckt man mindestens eine Ameise. Dabei habe ich gestern erst geputzt! Meine heimliche Vermutung ist ja, dass diese Ameisen auf mein neues Putzmittel stehen… Ich denke, ich nehme wohl lieber wieder das alte… Ein anderes Rätsel der Natur ist für mich, wie und warum sich einige Ameisen immer wieder in unser Waschbecken verirren. Bis jetzt haben sie es mir jedenfalls noch nicht verraten. Die Antwort auf meine Frage, ob es in Ungarn mehr von ihnen gäbe als in Deutschland, sind sie mir auch schuldig geblieben. Komisch…

Wunder-bar

February 17th, 2010

17. Februar

…ist es zu sehen, dass Gebet gehört wird und dass Gott auch heute noch wirkt. Ein wahres Wunder ist es, dass wir heute Geburtstag feiern dürfen zusammen mit einem Mädchen, das vor 2 Wochen entschieden hatte zu gehen. Mir hat es gezeigt, dass Gottes Arm länger ist als mein kurzsichtiger Kleinglaube und dass es es wert ist, sich Zeit und Kraft zu nehmen und dass man die Auswirkungen von Zeit, Zuhören und Fragen nie unterschätzen sollte.

Dank-bar

February 17th, 2010

12. Februar

In dieser Woche geschah viel Unvorhergesehenes. Ich war mit vielen (Beziehungs-)Problemen von anderen konfrontiert. Dafür bin ich in dieser Woche umso dankbarer für meine Beziehung mit Jon geworden.

Ich bin auch wieder neu dankbar für meine Beziehung zu Gott geworden. Denn ich konnte richtig spüren und erleben, wie ich über mich selbst hinaus gewachsen bin und wie er mir geholfen hat, mit den Problemen auf eine gute Weise umzugehen.

Außerdem hatten wir in unserem Deutschbereich eine besondere Woche: wir waren als Jury in einer Grundschule bei einem Gedichtewettbewerb eingeladen. Und in einem Gymnasium gab es einen Deutschnachmittag, wo alle Klassen einen Beitrag zum Thema “Deutschland mit 1000 Gesichtern” vortrugen. Wir haben natürlich auch mitgemischt und eine Powerpointpräsentation zusammen gestellt zu dem Lied “Das alles ist Deutschland” von den Prinzen. Gekrönt haben wir dieses multimediale Meisterwerk mit der Frage: Können wir Deutsche überhaupt stolz auf unser Land sein? Eine spannende Frage, denn mit Nationalstolz ist es ja nicht so weit her bei uns. Und doch haben wir gemeinsam festgestellt, dass sich ein gutes und gesundes Bewusstsein für die eigene Nationalität bildet, wenn man eine Zeit lang im Ausland lebt. Und wir sind dankbar, dass wir sagen könnne: wir sind Deutsche und das ist gut so.

Snow-bar

February 17th, 2010

5. Februar

Coffee House einmal anders: Mit vereinten Kräften der Interns haben wir eine Schneebar errichtet. Tische aus Schnee, eine Couch aus Schnee. Mit Kerzendeko, um das Herz zu erwärmen und einem Lagerfeuer auf einem Grill, um die Hände zu wärmen. Kaffee, Punsch und Kuchen gab es auch. Und einen Wettbewerb: wer die meisten Kleidungsstücke an hat, bekommt ein Getränk und einen Kuchen umsonst. Unvorstellbar, aber wahr: die Gewinnering trug 24 Kleidungsstücke!

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Funkstille

February 17th, 2010

Hello out there,

lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Aber jetzt hole ich es nach. Ich werde einfach ein paar Artikel hintereinander schreiben und ihr müsst euch einfach vorstellen, dass ich sie schon längst geschrieben hätte ;)

Winterwonderland

February 2nd, 2010

Ich war ja schon ein bisschen enttäuscht von Deutschland. Da haben wir 2 Minibobs zu Weihnachten geschenkt bekommen und hatten noch nicht einmal die Chance sie auszuprobieren. Es gab einfach nie lange genug Schnee. Aber jetzt genießen wir doch noch die weiße Pracht. So viel Schnee hat Ungarn angeblich schon seit 6 Jahren nicht mehr gesehen. Unsere Minibobs haben wir natürlich nicht dabei - warum auch, in einem Land ohne Berge. Aber den Winter kann man ja auch auf andere Weise genießen: die Studenten spielen Besenhockey auf dem zugefrorenen See, Jon und ich haben einen Schneemann gebaut und nur noch die ganz Harten fahren bei dem Wetter mit dem Fahrrad. Der Rest bleibt zu Hause und freut sich.

schneemannfahrrad

Wir haben einen Jacuzzi

January 27th, 2010

Die neueste Errungenschaft von WdL Ungarn ist ein aufpumpbarer Plastikwhirlpool, in dem gequetschte 4 Erwachsene in warmem Wasser - wahlweise mit oder ohne Bläschen - Platz finden. Es war ein Geschenk unseres begeisterten Leiters.

Doch wenn man so ein Ding aufstellt, landet man schnell in der Wirklichkeit: denn irgendwie muss der Gebrauch geregelt sein, wenn bei 80 möglichen Benutzern kein Chaos entstehen soll. Unsere deutschen Jungs haben schon vor Weihnachten den Pool (unentdeckterweise) ausprobiert. Stiftung Fsj sagt: sehr gut für spätabendliche Filmgelage!

Doch damit ist jetzt Schluss. Die 12 Punkte-Regelung gibt Anweisungen, wo man sich eintragen soll, wie viel man bezahlen muss, wie lange und wann man baden darf, wo’s den Schlüssel gibt, wie viel Pfand man hinterlegen muss, was man davor und danach tun muss, wie man sauber macht, und so weiter und so fort.

Unseren Jungs ist die Lust aufs Baden jedenfalls vergangen. Doch sonst trägt diese (irgendwie doch ziemlich deutsche) Verfahrensweise zur allgemeinen Erheiterung bei. Der Mitarbeiter Andris schreibt per Email:

Awsome! I was afraid that there is going to be some long and complicated rules to regulate the use of the Jacuzzi, but i am pleased to see that it is rather simple and short user manual.

(Fantastisch! Ich hatte schon Angst, dass es lange und komplizierte Regeln für die Benutzung des Jacuzzi geben würde. Es freut mich zu sehen, dass es nur eine kurze und einfache Anleitung gibt.)

I am also happy that it is open during the presidential chapels on Tuesdays. I think i will be there today.

(Außerdem bin ich froh, dass der Pool auch Dienstags während “presidential chapel” [einem Gottesdienst, der für alle Studenten und Mitarbeiter Pflicht ist] geöffnet ist. Ich denke, dass ich heute dort sein werde.)

Letzte Woche

January 25th, 2010

…im Schnelldurchlauf:

Mein Highlight am Montag und Dienstag war, dass meine Abendtermine gecancelled wurden und ich gaaanz viel Zeit für mich hatte. Sehr entspannend.

Am Mittwoch hat mich besonders gefreut, dass wir einen Termin für unseren Wochenendausflug mit allen Interns gefunden haben. Letztlich war nur noch ein Termin übrig - und ich war extrem dankbar, dass der nun klappt.

Am Donnerstag hab ich mich mit unserer neuen Deutschen, Jessie, getroffen. Wir hatten eine echt gute Zeit zusammen und haben vor lauter Reden gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit um ging.

Freitag war wieder Klub und ich habe mich am schönen Wetter und dem Schnee gefreut. Zum Schluss der Jungschar gab’s noch ne kurze Schneeballschlacht mit den Kids. Auch wenn der Schnee nicht wirklich als Kugel zusammengehalten hat, hat  es doch gereicht, dass ich und meine Jackentaschen nachher voller Schnee waren.so sieht's hier im Moment aus

Es schneit!

January 18th, 2010

Das sagt mein Wetterbericht auf der Google-Startseite und ausnahmsweise stimmt es auch mal.

wetter-heute

Um meiner Freude gebührend Ausdruck zu verleihen, hier ein kleiner Vierzeiler. *Hihi*

Juhu! Es ist nicht länger grau,

denn wenn ich nach draußen schau,

seh ich weißen Schnee

und das find ich “wunderschee”!