Winterwonderland

February 2nd, 2010

Ich war ja schon ein bisschen enttäuscht von Deutschland. Da haben wir 2 Minibobs zu Weihnachten geschenkt bekommen und hatten noch nicht einmal die Chance sie auszuprobieren. Es gab einfach nie lange genug Schnee. Aber jetzt genießen wir doch noch die weiße Pracht. So viel Schnee hat Ungarn angeblich schon seit 6 Jahren nicht mehr gesehen. Unsere Minibobs haben wir natürlich nicht dabei - warum auch, in einem Land ohne Berge. Aber den Winter kann man ja auch auf andere Weise genießen: die Studenten spielen Besenhockey auf dem zugefrorenen See, Jon und ich haben einen Schneemann gebaut und nur noch die ganz Harten fahren bei dem Wetter mit dem Fahrrad. Der Rest bleibt zu Hause und freut sich.

schneemannfahrrad

Wir haben einen Jacuzzi

January 27th, 2010

Die neueste Errungenschaft von WdL Ungarn ist ein aufpumpbarer Plastikwhirlpool, in dem gequetschte 4 Erwachsene in warmem Wasser - wahlweise mit oder ohne Bläschen - Platz finden. Es war ein Geschenk unseres begeisterten Leiters.

Doch wenn man so ein Ding aufstellt, landet man schnell in der Wirklichkeit: denn irgendwie muss der Gebrauch geregelt sein, wenn bei 80 möglichen Benutzern kein Chaos entstehen soll. Unsere deutschen Jungs haben schon vor Weihnachten den Pool (unentdeckterweise) ausprobiert. Stiftung Fsj sagt: sehr gut für spätabendliche Filmgelage!

Doch damit ist jetzt Schluss. Die 12 Punkte-Regelung gibt Anweisungen, wo man sich eintragen soll, wie viel man bezahlen muss, wie lange und wann man baden darf, wo’s den Schlüssel gibt, wie viel Pfand man hinterlegen muss, was man davor und danach tun muss, wie man sauber macht, und so weiter und so fort.

Unseren Jungs ist die Lust aufs Baden jedenfalls vergangen. Doch sonst trägt diese (irgendwie doch ziemlich deutsche) Verfahrensweise zur allgemeinen Erheiterung bei. Der Mitarbeiter Andris schreibt per Email:

Awsome! I was afraid that there is going to be some long and complicated rules to regulate the use of the Jacuzzi, but i am pleased to see that it is rather simple and short user manual.

(Fantastisch! Ich hatte schon Angst, dass es lange und komplizierte Regeln für die Benutzung des Jacuzzi geben würde. Es freut mich zu sehen, dass es nur eine kurze und einfache Anleitung gibt.)

I am also happy that it is open during the presidential chapels on Tuesdays. I think i will be there today.

(Außerdem bin ich froh, dass der Pool auch Dienstags während “presidential chapel” [einem Gottesdienst, der für alle Studenten und Mitarbeiter Pflicht ist] geöffnet ist. Ich denke, dass ich heute dort sein werde.)

Letzte Woche

January 25th, 2010

…im Schnelldurchlauf:

Mein Highlight am Montag und Dienstag war, dass meine Abendtermine gecancelled wurden und ich gaaanz viel Zeit für mich hatte. Sehr entspannend.

Am Mittwoch hat mich besonders gefreut, dass wir einen Termin für unseren Wochenendausflug mit allen Interns gefunden haben. Letztlich war nur noch ein Termin übrig - und ich war extrem dankbar, dass der nun klappt.

Am Donnerstag hab ich mich mit unserer neuen Deutschen, Jessie, getroffen. Wir hatten eine echt gute Zeit zusammen und haben vor lauter Reden gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit um ging.

Freitag war wieder Klub und ich habe mich am schönen Wetter und dem Schnee gefreut. Zum Schluss der Jungschar gab’s noch ne kurze Schneeballschlacht mit den Kids. Auch wenn der Schnee nicht wirklich als Kugel zusammengehalten hat, hat  es doch gereicht, dass ich und meine Jackentaschen nachher voller Schnee waren.so sieht's hier im Moment aus

Es schneit!

January 18th, 2010

Das sagt mein Wetterbericht auf der Google-Startseite und ausnahmsweise stimmt es auch mal.

wetter-heute

Um meiner Freude gebührend Ausdruck zu verleihen, hier ein kleiner Vierzeiler. *Hihi*

Juhu! Es ist nicht länger grau,

denn wenn ich nach draußen schau,

seh ich weißen Schnee

und das find ich “wunderschee”!

Neuzugang

January 18th, 2010

Seit Samstag haben wir einen neuen Schützling. Süße 17 ist sie und innerhalb von 2 Tagen wurde ausgemacht, dass sie zu uns kommt. Jessica heisst sie und kommt aus der Nähe von Stuttgart. Wir finden’s toll, denn somit erfüllt sich, wofür wir vor letztem Sommer gebetet haben: Im letzten Jahr hatten wir 3 Mädels und einen Jungen. Und nachdem wir von 2 FsJlern für dieses Jahr wussten, haben wir gesagt: Na, dann wär’s doch toll dieses Jahr 3 Jungs und 1 Mädel zu haben.

Und somit sind wir jetzt “komplett” - jedenfalls nach unseren damaligen Vorstellungen. Aber man weiss ja nie :) Der einzige Nachteil ist, dass wir jetzt nicht mehr alle zusammen in unser Auto passen. Aber dafür finden auch noch eine Lösung.

Wir sind wieder hier, in unserm Revier…

January 14th, 2010

Ungarn hat uns zurück. Seit glatten 2 Tagen. Schön ist es schon, alle wieder zu sehen - aber dieses frühe Aufstehen… Die erste Aufregung hat es auch schon gegeben: es ist wieder eingebrochen worden. Boxen, Mischpult, Computer - weg. Mit samt der Sackkarre geklaut. Leider hilft so eine Alarmanlage nämlich nur etwas, wenn man sie auch einschaltet… Wahrscheinlich wird jetzt so eine grandiose Erfindung wie der Schließdienst eingeführt. Sehr sinnvoll, wie ich finde. Die neue Alarmanlage im Schloss funktioniert übrigens auch gut - jeden Abend so gegen 6 geht sie los und wir sitzen beim Abendessen und denken: jaja, wir üben noch.

Nichtsdestotrotz wünschen wir euch allen ein happy new year, boldog uj évet und ein gutes und gesegnetes neues Jahr.

Einen hab ich noch…

December 12th, 2009

So kurz vor dem Urlaub, noch was Schnelles zum Lächeln:

Wir waren in der Grundschule von Gyál und haben in der 2. Klasse Deutsch unterrichtet. Am Schluss der Stunde kam ein Mädchen auf mich zu und hat mir ein Blatt geschenkt. Darauf war eine Blume gemalt und zu lesen war: “dzseszika”. Dem geübten Ungarischleser wird sofort klar: das heisst Jessica. Was auch sonst?! So wie man’s eben spricht…

Dezember

December 11th, 2009

Hinter uns liegen schon knapp 3 Wochen Dezember. Damit liegen auch hinter mir: 23 Schulstunden über Weihnachten an 6 verschiedenen Schulen, 2 Jungscharen, 1 Adventskaffeetrinken, Abschlussmeetings zu den Projekten “Display / Werbetafel” und “Webpage”, Deutschabend mit gemeinsamem Kochen (deutsche Kartoffelknödel natürlich), ein Abend mit den Interns und Schrottwichteln, Rundbrief, Weihnachtskarten, und noch so einiges mehr. Vor mir liegt heute noch eine Weihnachtsjungschar, morgen serviere ich beim großen Weihnachtsbankett, übermorgen packe ich und am Montag morgen starten wir in unsere Winterferien durch. Und dann hört ihr erst mal nichts von uns bis Mitte Januar. Wir wünschen euch deswegen schon jetzt “BOLDOG KARÀCSONYT” - Frohe Weihnachten! Und natürlich auch ein gesegnetes Neues Jahr. *Jessie & Jon*

Summary

December 1st, 2009

Zeit ist schon was Komisches: sie ist konstant - und doch kommt sie einem so wechselhaft vor. 10 Minuten Warten können einem wie eine Ewigkeit vorkommen, aber wenn man so viel zu tun hat, dass man eine Ewigkeit gut gebrauchen könnte, dann sind 5 Stunden schwupsdiwups vorbei.

Und weil gerade ein Schwupsdiwups-Phase ist, bekommt ihr leider gerade nur eine schnelle Zusammenfassung der letzten Wochen:

Thanksgiving - Das Schöne am Leben mit Amis ist doch, dass man gleich ein paar Feiertage und Festessen mehr hat! Lecker war’s!

Beten auf Hebräisch - Wir durften ein Abendessen mit einem israelischen Gastlehrer genießen - und damit auch ein Tischgebt auf hebräisch. Und da soll noch mal einer sagen, Deutsch sei eine chrkchkrch-Sprache! Faszinierend fand ich, was er als Pastor einer Gemeinde mitten in Jerusalem erzählte… Z.B. dass sie 19 Jahre Geld für eigene Gemeinderäume gespart haben. Bis lang mussten sie immer einen Raum mieten (für schlappe 700 Dollar für 2 Stunden!) und die Kinder wurden auf Privathäuser aufgeteilt für die Kindergottesdienstgruppen.

Work for fun(d) - Mit den Interns haben wir eine Aktion zum Geld verdienen gestartet: wir haben den Mitarbeitern angeboten für sie zu arbeiten und natürlich durchblicken lassen, dass wir uns extrem über eine Spende freuen würden… Wir sind schon fast so weit, dass wir genug Geld haben, um unseren Wochenendausflug finanzieren zu können.

Freitag

November 23rd, 2009

Freitag ist Deutschklub. So ne Art Jungschar mit einem Deutschlernteil. Das gab es schon die letzten Jahre, aber aus einigen Gründen, haben wir in diesem Jahr etwas verspätet gestartet. Und letzten Freitag waren wir zum zweiten Mal da. Praise the Lord (wie man hier sagen würde): es waren 17 Kinder da - so viel wie noch nie.

Im Deutschteil haben wir das Wetter durchgenommen: der Regen - es regnet. Der Schnee - es schneit. Die Wolken - …ja, was? Pisti war ganz schlau: er hat die Regel schnell erkannt und mit kleinem Fehler logisch geschlussfolgert: “es wolkst”! Hm, Deutsch ist doch ganz schön schwierig…

Aber jede Menge Spaß hatten wir gemeinsam bei der Reise nach Jerusalem (andersrum - alle müssen einander auf die Stühle helfen; die haben zum Glück zu viert 17 Kinder ausgehalten!). Und in unserer Bibelreihe geht es momentan um die Schöpfung - das läuft dann immer mit Komplettübersetzung, aber klappt ganz gut so und macht jede Menge Spaß. Hier noch ein Foto, von der fröhlichen Meute:

pand-4