Archive for the ‘Ereignisse und Erlebnisse’ Category

Viszlát – Aufwiedersehn – Goodbye

Tuesday, July 27th, 2010

Unsere Zeit hier nähert sich dem Ende. Am Sonntag werden wir wieder zurück nach Deutschland gehen. Einen Gruß an all die netten Leser, die unser Leben über den Blog hier verfolgt haben – sorry, dass es dann irgendwann sehr wenig Einträge gab… Und ein Dankeschön an alle, die unsere zwei Jahre Abenteuer in Gedanken begleitet haben, uns finanziell unterstützt und uns mit Grüßen erfreut und ermutigt haben. Isten hozott – Gottes Segen wünschen euch

Jessie und Jon

Die letzten Wochen auf einen Blick

Tuesday, July 27th, 2010

Bei Jon:

Auch das letzte große Projekt ist zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Seit zwei Wochen kocht die Küche mit den Anmeldezahlen aus dem neuen Programm. Jetzt werden Abrechnung und Auswertung automatisch per Knopfdruck erstellt, ausgedruckt und verschickt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man händisch die Zahlen in eine Tabelle übertragen musste und hoffte, dass diese richtig sind. Der Speisesaal kann nun über einen tragbaren Mini-Computer dem System mitteilen, wer zum Essen erschienen ist und wer es mal wieder versäumt hat.

Damit habe ich das letzte große Projekt fertiggestellt. Ich verlasse diesen Ort mit dem ruhigen Gewissen zwei stabile und zukunftsorientierte Programme zu hinterlassen. Ich habe hier viel gelernt (auch in den Bereichen ohne Computer) und freue ich mich schon auf die nächsten Herausforderungen.

Bei Jessie:

Insgesamt gibt es bei uns sieben Wochen Sommerfreizeiten auf dem Gelände. Man kann verschiedene Kurse belegen, wie Fußball, Volleyball oder Englisch – und in den vergangenen zwei Wochen auch Deutsch. Für den Unterricht und die insgesamt 10 Deutschen, die diesen Unterricht gestaltet haben, war ich verantwortlich. Selbst unterrichten konnte ich zwar nicht, aber den Deutschen mit Rat und Ideen zur Seite stehen. Am meisten hab ich mich gefreut, wenn sie nach der Stunde wiederkamen und jubelten: „Danke für den Spieltipp – jetzt ist das Eis gebrochen!“

Balaton, wir kommen!

Thursday, June 24th, 2010

Einmal Tourist sein in Ungarn und Ferien machen am Ballaton. Das gönnen wir uns jetzt für ein langes Wochenende. Wir fahren nach Balatonfüred und so sieht es da aus.

Eine Lehrerin aus einer unserer Schulen hat uns angeboten das Ferienhäuschen ihrer Familie zu benutzen – sozusagen als Dankeschön für unsere Arbeit an ihrer Schule im letzten Jahr. Wir haben uns riesig gefreut, denn wir hatten sowieso ein Wochenende dort geplant und haben jetzt sogar eine kostenlose Unterkunft. Wenn das nicht Gottes Timing ist…

34,5°

Monday, June 14th, 2010

So lässt sich’s leben. Endlich ist der Sommer da. Und unsere neueste Errungenschaft, die das Leben schöner macht. :)

noch 59 Tage Ungarn

Thursday, June 3rd, 2010

Nach dem wöchentlichen Mitarbeitertreffen gestern meinte der Werksleiter, er hätte noch eine Ansage zu machen, aber das würde er im Nebenzimmer tun – wir sollten bitte alle mitkommen. Da stand dann ein langer Tisch mit vielen Kuchen, Kaffee und Tee drauf, hübsch dekoriert. Auf einer Torte stand: “Kösz, Thanks, Danke.” Jon und ich waren etwas überrascht, denn wir wussten nicht, was es zu feiern gab. Noch überraschter waren wir als wir herausfanden, dass das alles für UNS war: eine vorgezogene Abschiedsfeier. Noch noch noch überraschter waren wir allerdings, dass alle anderen davon wussten und Geschenke, ermutigende Dankesbriefchen und sogar ein Lied vorbereitet hatten – und wir hatten NICHTS mitbekommen. Auch wenn einige Mitarbeiter dem Trugschluss erlegen sind, wir würden übermorgen abreisen und wir sie “enttäuschen” mussten, dass wir ihnen noch einige Zeit erhalten bleiben, war es eine sehr nette kleine Feier. Annette und Axel Printz, die zwei deutschen Missionare hier, hatten alles noch vor ihrem Heimatdienst nächste Woche organisiert und wir haben uns wirklich sehr gefreut über so viel Anerkennung und Dank. :)

back on track

Friday, May 28th, 2010

Da sind wir wieder. Schon seit einer Woche sogar! Und schon hat uns das pralle Leben wieder eingenommen.

Es war schon schön, so herzlich willkommen geheißen zu werden. Sogar der Koch hat sich über ein Wiedersehen mit Jon gefreut und ihm gleich mal einen Riesenberg Nudeln auf den Teller geladen. Ob die sich in der Küche wohl gewundert haben, warum sie in den letzen 3 Wochen so viel Fleisch übrig hatten? :o )

Gestern haben wir gemeinsam gegrillt und ein kleines Fest gehabt, um den Interns (Praktikanten) für ihre Arbeit in diesem Jahr zu danken. Besonders toll fand ich, dass es sogar den Abend über sonnig war und wir draußen sein konnten. (Wer will schon Würstchen aus der Pfanne??) Ich hab auch hart dafür gebetet, dass das allabendliche Gewitter uns einmal bitte verschont. Danke Gott! :o )

Osterschulstunden – die besten….

Thursday, April 1st, 2010

Unsere Osterschulstunden waren meiner Meinung nach die besten Stunden, die wir bis jetzt gehalten haben. Guter Aufbau, kompetente Methodik bei den Deutschteilen und schöne Hinführung zu unserem eigentlichen Thema: dass wir an Ostern feiern, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Falls einer übrigens nicht weiss, warum wir Ostereier haben: Freddy und ich sind jetzt Experten in dieser Frage und beantworten sie euch gerne auf Nachfrage. :)

Aber eigentlich wollte ich hier kein Eigenlob posten, sondern die besten Versprecher unserer lieben Deutschschüler. Hier meine Top 3:

1. An was denkt ihr, wenn ihr Ostern hört? Schüler der 5. Klasse: “Osterhose!”

2. Beschreibt in 5 Sätzen, was ihr auf dem Bild seht. (Auf dem Bild wurde Jesus von römischen Soldaten gefoltert.) Schüler der 10. Klasse schreibt: “Ich sehe Jesus und 7 Mänchen.” (er meinte Menschen….)

3. Beschreibt in 5 Sätzen, was ihr auf dem Bild seht. Schülerin der 7. Klasse schreibt: “Es völlkt am Himmel.”

Feiertag

Tuesday, March 16th, 2010

Am 15. März hängt man die Fahnen raus und steckt sich Schleifchen in Ungarn-Farben an die Jacke. Die Geschäfte sind geschlossen und die Ungarn versammeln sich zu einer Gedenkfeier auf der Dorfstraße vor einem Denkmahl oder dem Dorfgemeinschaftshaus. Ungarn feiert seine Revolution von 1848/49 gegen die Österreicher und ihr Kaiserreich.

Nicht, dass sie gewonnen hätten – nein. Aber die Ungarn sind stolz darauf, dass sie es versucht haben. Und ganz umsonst, hat mir die Wikipedia verraten, war die Revolution immerhin nicht: “Die Revolution von 1848/1849 brachte in Ungarn die Bauernbefreiung, eine formelle Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und wirtschaftlich die Durchsetzung des Kapitalismus im Königreich Ungarn.”

Wir haben den Tag jedoch ziemlich unpatriotisch verbracht – ohne Schleifchen am Revers, ohne Gedenkfeier. Wir haben unsere Schränke aufgeräumt und sind im Nachhinein auch stolz auf uns, dass wir es versucht haben.

Good news – bad news

Thursday, March 11th, 2010

Bad news: Letzten Donnerstag wurde mal wieder eingebrochen. Good news: Die Alarmanlage war an und die Einbrecher mussten sofort fliehen.

Bad news: Letzten Freitag hab ich mir beim Toben in der Jungschar bei einem Zusammenstoß ne dicke Lippe geholt. Good news: Jetzt weiss ich, wie ich mit aufgespritzten Lippen aussehen würde und werde es bestimmt nie machen lassen.

Good news: Bevor ich heute morgen den Vorhang aufgemacht habe, dachte ich mir: Ich nehm Jon auf den Arm und sage einfach, dass alles weiss ist draußen. Bad news: Als ich den Vorhang aufgezogen hab, war wirklich alles weiss draußen!

Erfahrungen

Tuesday, March 2nd, 2010

Im letzten Oktober haben wir offiziell die “Deutschjungschar” übernommen. Ein Bibelklub für ungarische Kinder mit deutschen Elementen drin. Diesen “Klub”, wie er hier nur heisst, gab es schon einige Jahre vorher, aber die Struktur war etwas chaotisch.

Also war unser hochmotiviertes neues Deutschteam genau richtig: wir entwarfen einen Programmplan mit einem Thema, das sich über 5 Wochen erstreckte. Wir fingen an über die Schöpfung zu reden und bauten passend zu der Bibelstelle unseren Deutschteil auf. Unser Chef war begeistert. Mitten in der nächsten Themenreihe, Josef, merkten wir: wir scheitern. Gut gemeint und schlecht gemacht…?

Letzten Freitag hatten wir einen ganz relaxten Klub. Kein Programm, nur lockeres Spielen und Abhängen mit den Kindern. Und die Frage an sie: Warum kommt ihr eigentlich? Und plötzlich war die Atmosphäre total ander: wir kamen ins Gespräch und der Druck war weg – von den Kindern und von uns, das Program durchziehen zu müssen. Und plötzlich standen die Kinder im Mittelpunkt – nicht das Programm.

Ist das nicht ein peinlicher Fehler nach 4 Jahren Bibelschule? Vielleicht. Aber auf jeden Fall war es eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht so schnell vergessen will. Und wir sind gespanntn, wie’s weitergeht im Klub.