Osterschulstunden – die besten….

April 1st, 2010

Unsere Osterschulstunden waren meiner Meinung nach die besten Stunden, die wir bis jetzt gehalten haben. Guter Aufbau, kompetente Methodik bei den Deutschteilen und schöne Hinführung zu unserem eigentlichen Thema: dass wir an Ostern feiern, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Falls einer übrigens nicht weiss, warum wir Ostereier haben: Freddy und ich sind jetzt Experten in dieser Frage und beantworten sie euch gerne auf Nachfrage. :)

Aber eigentlich wollte ich hier kein Eigenlob posten, sondern die besten Versprecher unserer lieben Deutschschüler. Hier meine Top 3:

1. An was denkt ihr, wenn ihr Ostern hört? Schüler der 5. Klasse: “Osterhose!”

2. Beschreibt in 5 Sätzen, was ihr auf dem Bild seht. (Auf dem Bild wurde Jesus von römischen Soldaten gefoltert.) Schüler der 10. Klasse schreibt: “Ich sehe Jesus und 7 Mänchen.” (er meinte Menschen….)

3. Beschreibt in 5 Sätzen, was ihr auf dem Bild seht. Schülerin der 7. Klasse schreibt: “Es völlkt am Himmel.”

Feiertag

March 16th, 2010

Am 15. März hängt man die Fahnen raus und steckt sich Schleifchen in Ungarn-Farben an die Jacke. Die Geschäfte sind geschlossen und die Ungarn versammeln sich zu einer Gedenkfeier auf der Dorfstraße vor einem Denkmahl oder dem Dorfgemeinschaftshaus. Ungarn feiert seine Revolution von 1848/49 gegen die Österreicher und ihr Kaiserreich.

Nicht, dass sie gewonnen hätten – nein. Aber die Ungarn sind stolz darauf, dass sie es versucht haben. Und ganz umsonst, hat mir die Wikipedia verraten, war die Revolution immerhin nicht: “Die Revolution von 1848/1849 brachte in Ungarn die Bauernbefreiung, eine formelle Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und wirtschaftlich die Durchsetzung des Kapitalismus im Königreich Ungarn.”

Wir haben den Tag jedoch ziemlich unpatriotisch verbracht – ohne Schleifchen am Revers, ohne Gedenkfeier. Wir haben unsere Schränke aufgeräumt und sind im Nachhinein auch stolz auf uns, dass wir es versucht haben.

Good news – bad news

March 11th, 2010

Bad news: Letzten Donnerstag wurde mal wieder eingebrochen. Good news: Die Alarmanlage war an und die Einbrecher mussten sofort fliehen.

Bad news: Letzten Freitag hab ich mir beim Toben in der Jungschar bei einem Zusammenstoß ne dicke Lippe geholt. Good news: Jetzt weiss ich, wie ich mit aufgespritzten Lippen aussehen würde und werde es bestimmt nie machen lassen.

Good news: Bevor ich heute morgen den Vorhang aufgemacht habe, dachte ich mir: Ich nehm Jon auf den Arm und sage einfach, dass alles weiss ist draußen. Bad news: Als ich den Vorhang aufgezogen hab, war wirklich alles weiss draußen!

Erfahrungen

March 2nd, 2010

Im letzten Oktober haben wir offiziell die “Deutschjungschar” übernommen. Ein Bibelklub für ungarische Kinder mit deutschen Elementen drin. Diesen “Klub”, wie er hier nur heisst, gab es schon einige Jahre vorher, aber die Struktur war etwas chaotisch.

Also war unser hochmotiviertes neues Deutschteam genau richtig: wir entwarfen einen Programmplan mit einem Thema, das sich über 5 Wochen erstreckte. Wir fingen an über die Schöpfung zu reden und bauten passend zu der Bibelstelle unseren Deutschteil auf. Unser Chef war begeistert. Mitten in der nächsten Themenreihe, Josef, merkten wir: wir scheitern. Gut gemeint und schlecht gemacht…?

Letzten Freitag hatten wir einen ganz relaxten Klub. Kein Programm, nur lockeres Spielen und Abhängen mit den Kindern. Und die Frage an sie: Warum kommt ihr eigentlich? Und plötzlich war die Atmosphäre total ander: wir kamen ins Gespräch und der Druck war weg – von den Kindern und von uns, das Program durchziehen zu müssen. Und plötzlich standen die Kinder im Mittelpunkt – nicht das Programm.

Ist das nicht ein peinlicher Fehler nach 4 Jahren Bibelschule? Vielleicht. Aber auf jeden Fall war es eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht so schnell vergessen will. Und wir sind gespanntn, wie’s weitergeht im Klub.

aaaahhh…meisen

February 23rd, 2010

Die Sonne scheint zwischen den Wolken durch, der Schnee liegt nur noch an wenigen Stellen in kleinen Häufchen, die Winterjacke war mir heute auf meinem Weg zum Dorfladen fast schon zu warm – Der Frühling kommt!

Das freut uns riesig – aber mal ganz ehrlich, Gott, musste diese Erfindung mit den Ameisen und Käfern wirklich sein? Immer öfter verirrt sich ein fliegender Käfer in unser Wohnzimmer und wenn man nur lange genug auf unseren Fußboden schaut, entdeckt man mindestens eine Ameise. Dabei habe ich gestern erst geputzt! Meine heimliche Vermutung ist ja, dass diese Ameisen auf mein neues Putzmittel stehen… Ich denke, ich nehme wohl lieber wieder das alte… Ein anderes Rätsel der Natur ist für mich, wie und warum sich einige Ameisen immer wieder in unser Waschbecken verirren. Bis jetzt haben sie es mir jedenfalls noch nicht verraten. Die Antwort auf meine Frage, ob es in Ungarn mehr von ihnen gäbe als in Deutschland, sind sie mir auch schuldig geblieben. Komisch…

Wunder-bar

February 17th, 2010

17. Februar

…ist es zu sehen, dass Gebet gehört wird und dass Gott auch heute noch wirkt. Ein wahres Wunder ist es, dass wir heute Geburtstag feiern dürfen zusammen mit einem Mädchen, das vor 2 Wochen entschieden hatte zu gehen. Mir hat es gezeigt, dass Gottes Arm länger ist als mein kurzsichtiger Kleinglaube und dass es es wert ist, sich Zeit und Kraft zu nehmen und dass man die Auswirkungen von Zeit, Zuhören und Fragen nie unterschätzen sollte.

Dank-bar

February 17th, 2010

12. Februar

In dieser Woche geschah viel Unvorhergesehenes. Ich war mit vielen (Beziehungs-)Problemen von anderen konfrontiert. Dafür bin ich in dieser Woche umso dankbarer für meine Beziehung mit Jon geworden.

Ich bin auch wieder neu dankbar für meine Beziehung zu Gott geworden. Denn ich konnte richtig spüren und erleben, wie ich über mich selbst hinaus gewachsen bin und wie er mir geholfen hat, mit den Problemen auf eine gute Weise umzugehen.

Außerdem hatten wir in unserem Deutschbereich eine besondere Woche: wir waren als Jury in einer Grundschule bei einem Gedichtewettbewerb eingeladen. Und in einem Gymnasium gab es einen Deutschnachmittag, wo alle Klassen einen Beitrag zum Thema “Deutschland mit 1000 Gesichtern” vortrugen. Wir haben natürlich auch mitgemischt und eine Powerpointpräsentation zusammen gestellt zu dem Lied “Das alles ist Deutschland” von den Prinzen. Gekrönt haben wir dieses multimediale Meisterwerk mit der Frage: Können wir Deutsche überhaupt stolz auf unser Land sein? Eine spannende Frage, denn mit Nationalstolz ist es ja nicht so weit her bei uns. Und doch haben wir gemeinsam festgestellt, dass sich ein gutes und gesundes Bewusstsein für die eigene Nationalität bildet, wenn man eine Zeit lang im Ausland lebt. Und wir sind dankbar, dass wir sagen könnne: wir sind Deutsche und das ist gut so.

Snow-bar

February 17th, 2010

5. Februar

Coffee House einmal anders: Mit vereinten Kräften der Interns haben wir eine Schneebar errichtet. Tische aus Schnee, eine Couch aus Schnee. Mit Kerzendeko, um das Herz zu erwärmen und einem Lagerfeuer auf einem Grill, um die Hände zu wärmen. Kaffee, Punsch und Kuchen gab es auch. Und einen Wettbewerb: wer die meisten Kleidungsstücke an hat, bekommt ein Getränk und einen Kuchen umsonst. Unvorstellbar, aber wahr: die Gewinnering trug 24 Kleidungsstücke!

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Funkstille

February 17th, 2010

Hello out there,

lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Aber jetzt hole ich es nach. Ich werde einfach ein paar Artikel hintereinander schreiben und ihr müsst euch einfach vorstellen, dass ich sie schon längst geschrieben hätte ;)

Winterwonderland

February 2nd, 2010

Ich war ja schon ein bisschen enttäuscht von Deutschland. Da haben wir 2 Minibobs zu Weihnachten geschenkt bekommen und hatten noch nicht einmal die Chance sie auszuprobieren. Es gab einfach nie lange genug Schnee. Aber jetzt genießen wir doch noch die weiße Pracht. So viel Schnee hat Ungarn angeblich schon seit 6 Jahren nicht mehr gesehen. Unsere Minibobs haben wir natürlich nicht dabei – warum auch, in einem Land ohne Berge. Aber den Winter kann man ja auch auf andere Weise genießen: die Studenten spielen Besenhockey auf dem zugefrorenen See, Jon und ich haben einen Schneemann gebaut und nur noch die ganz Harten fahren bei dem Wetter mit dem Fahrrad. Der Rest bleibt zu Hause und freut sich.

schneemannfahrrad