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ein Donnerstag

Thursday, May 7th, 2009

Auch wenn es gerade keine wirklichen Neuigkeiten gibt, hier in Kürze, was gerade abgeht:

  1. Heute abend um 9 Uhr kommen meine Eltern und bleiben für eine Woche – ich freu mich schon. Bin gespannt, wie meine Mama ihren ersten Flug übersteht….
  2. Das Gespräch beim Mittagessen hat sich heute ums Bierbrauen gedreht (Alkohol trinken darf man zwar nicht, aber drüber reden schon) und ich habe 3 neue englische Wörter gelernt: hops (Hopfen), malt (Malz), barley (Gersten)
  3. Mein unnützestes Wissen, das ich heute gesammelt habe ist, dass Churchill während einer Tanzparty auf einer Damentoilette geboren wurde.  – Interessant daran ist allerdings, dass der Hund des Werkleiters Winston Churchill heisst  – ob unser Leiter davon wohl wusste?
  4. Heute morgen hatte ich eine Besprechung mit Andy und wir haben uns Gedanken um das Intership Programm für nächstes Jahr gemacht. Zur Abwechselung war ich nach unserem Treffen mal nicht kulturfrustiert – ich glaube, wir lernen beide langsam miteinander umzugehen…
  5. Heute nachmittag war ich mit einer FsJlerin Kaffeetrinken und nebenbei haben wir unser erstes Mentoringgespräch gehabt. War sehr schön – vor allem, dass es ihr anscheinend was gebracht hat, denn sie hat gefragt, ob wir es weiter machen.

“Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.” – K. Adenauer

Friday, April 24th, 2009

Gestern war mal wieder Donnerstag. [Donnerstag = Internmeeting.] Und gerade sind Amerikaner zu Besuch. [Besuchsamerikaner = Gastprediger.] Dieser Dave hat mich wirklich angenehm überrascht, denn er hat keinen puren Top-down-Vortrag vorbereitet, sondern wollte uns mit Fragen und seiner Lebenserfahrung herausfordern. Das Thema war gut: Wie setzte ich Prioritäten, um ein ausgewogenes Leben zu führen.

Da Jon und ich nicht zum ersten Mal über diese Frage nachdenken, haben wir versucht unsere Gedanken beizusteuern – und sind kläglich gescheitert… Mein amerikanischer Boss Andy hat auch Antworten geliefert: Es sei wichtig seine Arbeit treu zu tun, Gott würde dann schon helfen. Wir dagegen haben über die Wichtigkeit gesprochen, seine Wunschprioriäten mit der wirklichen Zeiteinteilung zu vergleichen, immer wieder daran zu arbeiten und mehr über Selbstmanagement zu lernen, sich selbst zu kennen und seine Motive zu hinterfragen. Daves Antworten auf unsere waren weitschweifig und enthielten zweimal die Formulierung: “wie Andy schon gesagt hat…”  – was für mich so viel hieß, wie: Ihr müsst noch einiges dazu lernen, Andy dagegen hat´s schon raus…

In solchen Situationen sitze ich ein wenig frustiert auf meinem Stuhl und finde das Leben einfach nur unfair. Nicht nur, dass wir zwei verschiedene kulturelle Denkweisen haben – ich bin durch die fremde Sprache auch noch so gehindert, dass ich mich nur unzureichend ausdrücken kann. Doch dann ist mir heute dieses Zitat von Adenauer über den Weg gelaufen und das hat mich relaxed und versöhnlich gestimmt…