Posts Tagged ‘Ungarisch’

Einen hab ich noch…

Saturday, December 12th, 2009

So kurz vor dem Urlaub, noch was Schnelles zum Lächeln:

Wir waren in der Grundschule von Gyál und haben in der 2. Klasse Deutsch unterrichtet. Am Schluss der Stunde kam ein Mädchen auf mich zu und hat mir ein Blatt geschenkt. Darauf war eine Blume gemalt und zu lesen war: “dzseszika”. Dem geübten Ungarischleser wird sofort klar: das heisst Jessica. Was auch sonst?! So wie man’s eben spricht…

Ironie des Wörterbuchs

Friday, July 3rd, 2009

Da versuch ich ein ungarisches christliches Lied zu übersetzen, um mich weiterzubilden – und was finde ich statt des gesuchten Wortes? Den für einen Wort des Lebens-Mitarbeit unnötigsten Ausdruck, den man sich vorstellen kann: másnapos vagyok – “ich habe einen Kater”. Vielleicht sollte ich mal einen Gehirnforscher kontaktieren, der mir erklären kann, warum man wichtige Dinge bis zum Umfallen pauken muss, und einmal gelesene schwachsinnige Nebensächlichkeiten sofort ins Hirn gebrannt sind!?

Eis essen auf Ungarisch

Tuesday, June 30th, 2009

Da ist diese Supereisdiele im Nachbarort unseres Nachbarorts. Und dann und wann, wenn uns die Große-Welt-Sehnsucht packt, verbringen wir dort ein paar nette Stündchen zwischen Eisbechern und Cappuccinos. Mittlerweile sind wir immerhin so fortgeschritten in unseren Sprachkenntnissen, dass wir die Eissorten auseinanderhalten können und tatsächlich wissen, was wir bestellen! Und doch gibt es da noch so ein paar Tücken… Wie am Sonntag, als Jon einen “málna király” bestellte anstelle eines “málna kehely”. Als der Kellner sich souverän vom Tisch entfernte, sah Jon mich an und meinte verdutzt lächelnd: “Hab ich da gerade statt einem Himbeerbecher einen Himbeerkönig bestsellt?” Yup, das hast du.

Die Top 3 Erkenntnisse der letzten Tage

Monday, June 29th, 2009

1. Bauarbeiter arbeiten in Ungarn auch Samstags ab  7 Uhr morgens.  [Was mich zu der Erkenntnis bringt, dass ich ein zweites Paar Oropax kaufen werde.]

2. Das ungarische Wort für Zuckerwatte ist Vatacukor.  [Erkenntnis Nr. 2 sagt mir, dass ich auf keinem Jahrmarkt wegen mangelnder Sprachkenntnisse verhungern werde.]

3. Die sprichwörtliche “Wallachei” gibt es wirklich und ist ein Gebiet in Rumänien. [Ich habe keine Ahnung, wozu dieses Stück Allgemeinwissen im Moment nützlich sein kann - aber zum Prahlen reicht´s...]

Wieder was gelernt

Wednesday, April 15th, 2009

Hanna ist hier für ein Jahr und hilft Deutsch als Fremdsprache an ungarischen Schulen zu unterrichten und macht auch beim “Deutschklub” mit – einer Jungschar, mit spielerischem Deutsch-touch. Und weil sie den Kindern schließlich Deutsch beibringen will, verwendet sie während der Jungschar immer wieder deutsche Wörter: z.B. wenn einer bei nem Spiel nicht gewinnt, ermutigt sie die Kinder und sagt: “Oh, fast!”. Ist doch nett, oder? Nett fand sie auch, als ein Junge ihr hinterher lief und immer wieder sagt: “Fast! Hanna! Fast!” Sie freute sich darüber, dass er wohl ein neues deutsches Wort gelernt hat. Aber als er es immer wieder wiederholte, kam ihr das Ganze doch ein wenig merkwürdig vor…  Schließlich fragte sie mit böser Vorahnung eine Ungarin, die ihr schließlich bestätigte, dass es ein ungarisches Schimpfwort sei… Genauso wie “Kurve” ähnelt es ungarischen Wörtern, die man besser nicht in der Öffentlichkeit sagen sollte… Gut zu wissen, würd ich mal sagen!

Ungarn sind etwas Besonderes….

Monday, February 9th, 2009

Ungarn sind was Besonderes…

…was können sie schon dafür, dass der Rest der Welt das noch nicht erkannt hat? Es wird wohl daran liegen, dass der Rest der Welt kein Ungarisch spricht. (Woran das allerdings liegt, steht für mich mittlerweile völlig außer Frage!) Die Besonderheit erkennt man nun daran, dass es einen Unterschied auf ungarisch gibt, ob ich nun in einer ungarischen Stadt wohne (da wohnt man nämlich „auf“) oder irgendwo im Rest der Welt (da wohnt man wiederum „in“). Und da Ungarn einzelne Worte anscheinend nicht leiden können, klemmt man für auf oder in die jeweilige Endung an das beschriebene Wort, anstatt ein neues Wort davor zu setzen. Dafür braucht man wiederum die Vokalharmonie, um die richtige Endung zu erwischen (zumindest ist die Chance oft 50:50). Wer so weit gekommen ist, muss jetzt nur noch einen Crashkurs in ungarischer Geschichte belegen. Dann weiß man nämlich, dass Buda und Pest früher zwei getrennte Städte waren. Und dieses Wissen, schließlich kombiniert mit einer weiteren Regel, führt zur gloreichen Erkenntnis: Ich befinde mich in Budapesten – nicht in Budapeston. – …Ja, Ungarn sind etwas Besonderes…