Wir waren tatsächlich im Zoo! Angekündigte Krawalle und vorher gesagte Gewitter konnten uns bei unserem 4. Versuch nicht abhalten – und siehe da, die Straßen und der Himmel von Budapest waren uns wohlgesonnen und ruhig. Ein idealer Tag, um Elefanten, Schmetterlinge, Fledermäuse und Eisbären zu bewundern.

Ziemlich geschafft von dem Tag im Zoo und frisch geduscht, musste Jon allerdings feststellen, dass man sich auch zu Hause wie im Zoo vorkommen kann – nur auf welcher Seite des Käfigs ist die Frage… Im Bademantel vor dem Computer sitzend genoss Jon den Abend, als plötzlich unangekündigt die Tür aufging und eine Amerikanerin vor ihm stand. Seelenruhig ließ sie ihren Blick durchs Zimmer schweifen – ohne Entschuldigung, aber mit der einleuchtenden Erklärung: “Hi! Wir schauen uns nur mal so im Schloss um.” Dann drehte sie sich um, schloß hinter sich die Tür und ließ einen sprachlosen Jon allein im Zimmer zurück. In solchen Momenten muss man es wohl entweder mit den “Madagaskar”-Pinguinen halten (“Immer stur lächeln und winken, Männer!Lächeln und winken!”) oder sich auf Shakesbear berufen und sich selbst eingestehen: “Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere Weisheit träumen lässt.”